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Lademöglichkeit / Bidirektionales Laden

Hallo Spacedust. Eine Ladeleistung von 6,6 KW ist nicht gerade berauschend. Ist hier eine Erhöhung möglich? Wir haben eigenen PV-Strom und möchten natürlich ein Maximum an eigenen Strom laden wenn er zur Verfügung steht.

Geht AIways auch das Thema bidirektionales Laden bzw. Vehicle to Home an? Aus Artikeln konnten wir entnehmen, daß das Thema in China schon recht gängig ist.

Würden uns über Infos sehr freuen da wir sehr am U5 interessiert sind.

"Vehicle to Home"?????

Wie läßt sich die PV-Anlage zum laden einbinden?

Das was sie beim Sion serienmäßig anbieten. Daß man das Haus aus der Autobatterie versorgen kann. Hat man dann noch eine eigene PV Anlage, und hat man eine Schnittstelle die steuert, wann Überschussstrom produziert wird, dann kann man die Akkus des Autos laden und damit nachts das Haus versorgen. Damit könnte man annähernd 100% energieautark werden, ohne sich noch einen zusätzlichen Hausspeicher anschaffen zu müssen. Macht doch Sinn oder?

Das würde dann aber auch bedeuten, dass das Auto immer in der Garage stehen müsste.

Bei uns ist der Wagen über tag, wo die Sonne scheint, auf der arbeit (da würde er dann aber auch geladen *fg*) und nachts in der Garage.

Die Solare autarkie würde so bei uns nicht funktionieren.

Ist die Norm für V2G mittlerweile verabschiedet?

Die Praktikabilität des Konzepts hängt natürlich von der jeweiligen Lebenssituation ab. Braucht man das Fahrzeug für den Weg zur Arbeit dann mag das zutreffen. Aber selbst dann steht das Auto ab 16 oder 17 Uhr wieder zu Hause. Hat die PV Anlage mehrere Richtungen, dann lässt sich, zumindest Frühsommer bis Herbst, auch noch die späte Sonne zum Laden nutzen. Außerdem hat der U5 65kw. Das heißt in vielen Fällen wird sogar das Laden am Wochenende ausreichen, um sowohl Auto als auch Haus zu versorgen. Ganz zu schweigen von denen, die das E-Auto als Zweitwagen anschaffen. Die Investition in eine PV Anlage rentiert sich allemal, selbst ohne E-Auto. Mit natürlich umso mehr.

Zu dieser Norm weiss ich leider nichts. Das ist uns auch nicht so wichtig denn wir wollen den Strom ja nicht verkaufen, sondern nur ins Hausnetz einspeisen.

Ich habe nochmal geschaut, das müsste die ISO 15118 sein, dort wird geregelt wie Ladestation und Auto kommunizieren um das Fahrzeug oder das Grid , also das lokale Stromnetz vom Haus, zu versorgen. Der Neue Audi und Porsche haben das Protokoll zumindet implementiert. Ob ddie Fahtzeuge damit auch direkt V2G fähig sind, who Knows.

Das Problem am Bidirektionalen Laden ist, dass CCS dies nicht unterstützt (nur Chademo) und somit beim U5 nicht gehen wird.
Punkt 2 ist auch, dass es für Hersteller schwierig ist eine Garantie auf den Akku zu geben, wenn der Akku auch noch als Heimspecheicherung genutzt wird, da er viel mehr Zyklen haben wird und noch mehr benutzt und beansprucht wird.

Hoffentlich gibts hierfür bald eine gute Lösung, glaube aber, dass Stand heute noch zu früh ist.

Seit März 2017 Hyundai Ioniq EV Besitzer
Seit Januar 2019 Tesla Model S P85D Besitzer
Eigenheim mit 12,5 kWp PV-Anlage
Kundenberater bei der Zürich Versicherung, Schweiz (michael.herger@zurich.ch)
Inhaber von http://www.felgengalerie.de
Gründer von ai-ways-forum.de

@motobo

Ich habe Erfahrungen im Bereich "1,5 Jahre mit dem Nissan Leaf" und dem Bau einer intelligenten Ladevorrichtung vorzuweisen, die das sog. Überschussladen beherrscht. ..... Wer Lust auf einen Erfahrungsaustausch hat - bitte melden.

Allgemeine Frage noch von mir:

Kann man/ darf man/ soll man über das Forum auch in Direktkontakt kommen und wie funktioniert das? Wie ist da die Intension des Erstellers, bzw. Meinung im Forum?

Ich würde gerne Direktkontakt mit dir aufnehmen. Hab aber k.A. wie man das hier machen kann.

Der U5 soll mein erstes E-Auto werden. Zur Zeit ruht die Installation meiner PV-Anlage (2,4 kWh p) und einer Heidelberg Wallbox wegen Corona.

Die Heidelberg Wallbox habe ich gewählt, weil diese sich auch auf einen sehr kleinen Strom (min. 6A) einstellen läßt und über einen Kontakt die Ladung ein/ausschalten kann. Ich werde dies zuerst vermutlich manuell oder über einen Funkschalter realisieren. Praktisch wäre natürlich eine Messung des PV-Stroms und automatisches Laden. Für Tipps wäre ich dankbar (Kenntnisse Elektrotechnik sind vorhanden).

Ich gleite dahin mit meiner blauen Reisschüssel

Hallo Thilo,

tja, meine Frage nach dem Vorgehen um einen Direktkontakt herzustellen wurde auch nicht beantwortet. Ich habe übrigens am 20.03.20 meine PV-Anlage erweitert, bzw. eine zweite Anlage, ebenfalls auf dem unverschatteten Süddach (Satteldach ca. 45 Grad) fertiggestellt. Musste ich leider selbst machen, weil keine Firma vor Ende Mai anfangen konnte. Das war zwar schwer für mich, habe es aber gut hinbekommen. Es sind jetzt zusammen 13,02 kWp und die brummen ganz schön!. Weiter oben schreibt Barbara, dass man auch nachmittags noch gut Strom tanken kann, wenn man die PV-Anlage in mehrere Richtungen angeordnet hat. Das stimmt zwar, aber auch richtig ist, dass eine reine Südausrichtung das auch sehr gut bewerkstelligen kann. Das Schöne an der neuen Anlage ist, dass die lt. EEG-Gesetz geforderte 70% Kappungsgrenze bei der Einspeisung jetzt bei mir dynamisch ausgelegt ist. Ich kannte das gar nicht. Wenn die PV-Anlage also Richtung 100% produziert (war vorgestern der Fall) wird der Eigenverbrauch vorher runtergerechnet. Denn die 70% beziehen sich ja auf die Einspeisung. Wenn man also ein E-Auto betank (oder anderen Großverbraucher betreibt), dann hat man keine Kappung! Ich habe es schon ausprobiert. Funktioniert einwandfrei - und bezieht sich jetzt bei mir auf beide PV-Anlagen, alt und neu.

Die intelligente Ladevorrichtung ist nichts weiter als eine handelsübliche Wallbox (bei mir die Wallbe 22 kW) auf die ein Mini-PC als Deckel aufgesetzt wird, der alles regelt - wirklich ALLES. Dann braucht man noch ein extra 3-Phasen-Zählwerk, drei induktive "Messringe" um die drei Phasen und ein Schütz, dass im Badarfsfall 2 der 3 Phasen zu-oder wegschaltet, nämlich wenn man eine Auto mit Ein-Phasen-Lader, oder eben drei-Phasen-Lader anhängt. Der ganze Kram wird von einer browsergestützten Software gesteuert. Es sind also alle Komponenten im heimischen Netzwerk über den Router erreichbar und auch von Smartphone aus steuerbar.

Das ist aber nicht auf "meinem Mist gewachsen". Wir haben im Nachbarort eine Firma, die solche Lösungen für landwirtschaftliche Betriebe anbietet. Steuerungsanlagen für Biogas-Anlagen und vieles mehr. Der Chef hat ein Hobby - Elektromobilität. Fährt einen Tesla Model S mit 100 kWh-Batterie.

Den habe ich mal kennengelernt. Und er hat mich gefragt, ob ich eine "kleine Stromtankstelle" haben möchte. Er wolle mal ein "abgespecktes Konzept" entwickeln und anbieten. Dafür müsse ich mich aber als "Versuchskaninchen" zur Verfügung stellen und eine zeit des Probierens in Kauf nehmen.

Ich habe das gemacht und seine Mitarbeiter haben dafür ein schönes Programm geschrieben. Mittlerweile bietet er das fertige Produkt an.

Bei mir war es so, dass es eine Teamarbeit war. Er hat mir den ganzen Hardware-Kram vorbei gebracht und ich habe das dann im Zählerkasten (und die Wallbe in der Hauswand unterm Carport) installiert. Die SD Karte mit der Software wurde nachgeschoben und seine Forma hat die Anlage überprüft und in Betrieb genommen. Das läuft mittlerweile wie geschmiert, egal, was ich für ein E-Auto dranhänge.

So Thilo hier meine E-Mail-Adresse. Ich bin da nicht so empfindlich  motobo@web.de ... falls du Lust hast mich zu kontaktieren.

Ein schönes Wochenende an alle hier im Forum

Nissan Leaf First Edition (am 3.3.20 verkauft). Am 11.09.20 Skoda Enyaq iV80 bestellt. Audi A4 Cabrio 3.0 TDI Quattro Eigenheim mit Fotovoltaik und intelligenter Ladeeinrichtung