Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Reichweite im Winter

Hallo, heute erste mal  an CCS-Lader mit 300kw geladen. Angestöpselt mit 16% Ladeleistung am Anfang 54,9kw bei 23%=51,9kw,

48%=51,5kw, 61%=44,7kw, 68%=40,4kw, 80%=23,6kw, 90%=21,3kw, 94%=8,2kw. Der ganze Ladevorgang hat 1,5 Std. gedauert bis 100%.

Ich finde das Er langsam Lädt. Ist das Normal?

Hi

Wäre zwar eher ein Beitrag für ladeoptionen oder dergleichen, aber da sich die Beiträge sowieso verwaschen, egal.

Auf den ersten Blick wäre es langsam, aber wir haben Winter und Minusgrade.

Um hier eine zutreffende Beurteilzng abgeben zu können müsste man auch hier die genauen Umstände wissen, nehme an das du mit einem relativ kalten Akku an den Schnelllader gegangen bist, das würde schon mal die maximale ladeleistung von bis zu 90 kW verhindern.

Dann ist es normal das die Leistung ab 80 % runter geht zum Schluss ab 90 wird sie sehr langsam.

Ich weiss das nicht wie das genau beim U5 ist da wir ihn angeblich nächste Woche bekommen sollen, aber wenn du dich allgemein in die Materie einliest findest du mehrere Hinweise auf derartige ladekurven und auch das bei fast allen Herstellern bei Frost mit weniger Leistung geladen wird, außer es handelt sich um Hersteller denen die Haltbarkeit des Akkus egal ist die laden immer mit Vollgas um den anderen zu zeigen das sie die schnellsten sind leider auch dann die schnellsten die einen gealterten Akku haben.

Solche Vergleiche sollte man nicht im Winter stellen da eben bei Frost ALLES anders ist.

Also ich werde mich auf jeden Fall freuen wenn der im Winter am Schnellader langsamer ist als angegeben weil ich weiß das das dem Akku zugute kommt 😉

Bei zu hoher Temperatur im Hochsommer oder bei übermäßig warmen Akku wird das gleiche passieren - alles zum Schutz des Akkus und das sollte sogar so sein.

Ich würde es beanstanden wenn es nicht so wäre 😉

Dasepp

Zitat von Dasepp am 27. Januar 2021, 00:45 Uhr

Ich weiss das nicht wie das genau beim U5 ist da wir ihn angeblich nächste Woche bekommen sollen, aber wenn du dich allgemein in die Materie einliest findest du mehrere Hinweise auf derartige ladekurven und auch das bei fast allen Herstellern bei Frost mit weniger Leistung geladen wird, außer es handelt sich um Hersteller denen die Haltbarkeit des Akkus egal ist die laden immer mit Vollgas...

grundsätzlich kann man auch im Winter schnell laden, wenn der Akku entsprechend Vorkonditioniert wurde, also im Winter gewärmt auf angenehme 30-40°C.
Da aber der U5 ja nicht weiß wann Du lädst, ist der Akku meißt zu kalt zum Schnelladen.
Tesla weiß z.B. auf Grund seines Navis und dem aktuellen Verbrauch, wann Du am Schnellader ankommst und kann so entsprechend Vorkonditionieren, dann klappt auch eine "Schnellladung".

Aber ich gebe Dir Recht, die meisten BEVs machen so was nicht und laden dann gerade im Winter entsprechend langsamer. Ein gutes Akkumanagement ist schon etwas tricky.

Gunnar

ZOE40 / KONA 64 / ID.3 / U5

Moin Gunnar

Auch hier muss ich dir Recht geben - es kann sehr vorteilhaft sein wenn Navi und Fahrzeug miteinander "reden".

Dazu folgendes Gedankenspiel :

Ein Aussendienstmitarbeiter muss mit seinem Firmenwagen - ein Tesla - spontan einen Termin wahrnehmen, er programmiert im Navi die Strecke das wiederum schlägt eine Route vor mit sagen wir zwei Ladestopps, der brave Aussendienstmitarbeiter nimmt den Vorschlag des Navis an und bestätigt, der erste Ladestopp soll bereits nach 50 km für 20 Minuten stattfinden obwohl die Reichweite noch über 100 km ist, der erste Schnellader liegt aber günstig an der Strecke.

So weit so gut, er fährt also los und der Lademanager weiß ich kann gleich mal den kalten Akku aufwärmen auch wenn das zum Betrieb nicht notwendig wäre (vorkonditionieren) denn der wird bald geladen und dazu sollte der Akku wenn möglich 20 Grad haben.

Nachdem der Aussendienstmitarbeiter eine Strecke von 40 km zurückgelegt hat bekommt er einen Anruf das der Termin geplatzt ist und er in die Firma zurückkommen soll ein Ereignis von dem das Navi und somit der Lademanager noch nichts mitgekriegt hat und es noch einige Kilometer dauert bis das Navi merkt die Fahrstrecke weicht ab, der Fahrer schaltet das Navi ab da er die Strecke zurück kennt.

Jetzt hat aber der Lademanager den Akku bereits vorgeheizt sprich Energie aufgewendet (verschwendet) und es kann dadurch sein das die Strecke rückwärts nicht mehr gefahren werden kann ohne Laden, was er aber ohne den ganzen Krempel noch locker geschafft hätte um dann in der Firma zu laden.

Diese ganzen Systeme haben eines gemeinsam - sie können nicht in die Zukunft schauen, sondern nur nach den Angaben vorrausrechnen, die meisten meinen aber das die vermeintlich notwendigen, aufwendigen und somit kostspieligen Systeme das können - ich frage mich wie soll das vernünftig funktionieren ?

Dazu kommt das wahrscheinlich über 90 % sowas nicht brauchen (sie wollen es aber) und deswegen wird es auch eingebaut weil es gerad "MEGAIN"  ist, sowas macht sich natürlich auch im Preis oder den Betriebskosten bemerkbar.

Leute die erkannt haben das sie sowas nicht brauchen, müssen sowas aber mitkaufen und auch mitbezahlen weil es irgendwann alle Autos als Standard haben 😉

Und der ganze Aufwand weil man sich bei der Ladung vielleicht 5 Minuten spart, ich will sowas auf jeden Fall nicht haben weil in meinen Augen der Kosten Nutzen Faktor komplett aus dem Rahmen geht, andere wenige brauchen das, die sollen sich dann aber auch einen Tesla kaufen und das Doppelte oder Dreifache oder noch mehr bezahlen.

Kurz noch was technisches zum Li-Ion Akku

Akku Laden soll bei 5 bis 45 Grad stattfinden, darunter und darüber muss geheizt oder gekühlt werden.

Akku benutzen soll bei -5 -bis 55 Grad stattfinden, darunter und darüber muss ebenfalls geheizt oder gekühlt werden.

Am "wohlsten" fühlt sich ein Akku bei 20 Grad !!!

Der Akku soll weder vollständig "leergesaugt" werden, aber auch nicht mit Gewalt über 80 % hinaus "vollgequetscht" werden schon gar nicht mit hoher Ladeleistung an einem Schnellader, deswegen sinkt ab 80 % die Ladeleistung !!!

Im Beispiel von Dastel hätte ich die Ladung bei etwa 80 % abgebrochen und hätte somit meine Fahrt nach 45 Minuten fortsetzen können -> die letzten 20 % haben die Hälfte der Ladezeit gedauert also weitere 45 Minuten !!!

Man sollte auf längeren Strecken generell früher laden spätestens bei 20 % und nicht über 80 % aufladen und dafür mehrere Ladestopps einplanen.

Das führt dazu das man wesentlich schneller am Ziel ist, das Laden wird dann auch beim U5 mit seinen maximal 90 kW  (ausser bei Minusgraden und kaltem Akku) durchschnittlich eher 60 - 70 kW relativ flott voran gehen.

Auf eine Ladung auf 100 % sollte im alltäglichen Leben sowieso verzichtet werden, wobei aber ein gelegentliches Laden auf 100 % mit geringer Ladeleistung empfehlenswert ist, da der Akku dann balanciert wird - hierzu bietet sich die Ladung Zuhause auf 100 % mit dem Ladeziegel an.

Ich werde das so lösen das ich im Winter, wenn von der PV sowieso nichts geht, mit verbilligtem Strom über Nacht lade (das sind in meinem Fall immerhin um 6 cent pro kwh) und zwar mit ca. 5 kW, das ganze Zeitgesteuert so das er etwa eine Stunde vor Fahrtantritt voll ist.

Das hat den Vorteil das der Akku bereits "etwas vorgewärmt" ist, es wurde ja über Stunden mit ihm "gearbeitet", und eine halbe Stunde vor Fahrtantritt kann dann die Standheizfunktion genutzt werden, das Aufheizen des Akkus also des Thermalsystems dürfte dann nicht mehr allzuviel Energie benötigen.

Somit kann man mit einem vorgewärmten Auto/Akku die Fahrt antreten und alles ist im grünen Bereich.

Das geht natürlich erst wenn die Aiways APP für Deutschland verfügbar ist oder man hat eine hochintelligente Wallbox (oder man strickt sich eine Ladefreigabe selber zusammen)  😉

Im Sommer (oder besser gesagt zur Sonnenreichen Zeit) das ganze natürlich wenn die PV Stromüberschuß hat mit den vollen 6,6 kW (meine PV gibt das locker her).

Die dazu notwendigen Geräte liegen schon ein paar Wochen bei mir rum fehlt nur noch der U5, die dazugehörige APP und natürlich endlich die Sonne damit auch umweltfreundlich "getankt" werden kann 😉

Für die längeren Strecken (ein paarmal im Jahr) wir dann ABRP zum planen der Ladepunkte genutzt.

Das sollte sich ohne grossen Bedienungsaufwand bewerkstelligen lassen und wäre für mein Verständnis ein nahezu optimaler Betriebsfall 😉

Jetzt hab ich wieder mal zuviel gequatscht 🙂

Gruß

Dasepp

Zitat von dastel am 26. Januar 2021, 23:06 Uhr

Hallo, heute erste mal  an CCS-Lader mit 300kw geladen. Angestöpselt mit 16% Ladeleistung am Anfang 54,9kw bei 23%=51,9kw,

48%=51,5kw, 61%=44,7kw, 68%=40,4kw, 80%=23,6kw, 90%=21,3kw, 94%=8,2kw. Der ganze Ladevorgang hat 1,5 Std. gedauert bis 100%.

Ich finde das Er langsam Lädt. Ist das Normal?

Liegt wirklich am kalten Akku. Auf meiner Langstrecke (600km nach Berlin) habe ich bei zweiten und dritten Stopp trotz Winter Werte von über 80 kWh gehabt. Beim ersten Stopp lag der Wert noch in deinem Bereich. Da haben die 130 km wohl noch nicht für eine Wohlfühltemperatur gereicht. Es hat mir auch gezeigt, dass ich lieber nur bis etwa 75% laden werden und lieber einmal mehr stoppe, denn 3x 30 kWh nachladen geht schneller wie 2x 45 kWh...

Das kann sein, bin 30km Autobahn gefahren bis zum Laden.

Zitat von Dasepp am 26. Januar 2021, 15:00 Uhr

Moin

Wer von euch hat das Video vom E-Tron (Glaub ich war es) aus München angeschaut der die Funktion der Standheizung demonstriert hat ?

Hat einer genau aufgepasst was der als Durchschnittverbrauch auf dem Display stehen hatte - wahrscheinlich nicht, ich schon.

Ihr braucht da auch nicht extra das Video suchen es waren schwindelerregende 37 kwh pro 100 km !!!

Preisfrage : Wie gros war nochmal der Akku beim E-Tron und wie weit kommt man dann bei einem Durchnittsverbrauch von 37 kwh - brauch ihr auch nicht nachschauen das wären 77kwh und TRARA gerade mal 200 km und das bei einem Auto das gut ausgestattet über 70.000 kostet wahrscheinlich mit Wärmepumpe 🙂

Kann ja jeder selber mal drüber nachdenken 😉

Alle Sparwunderangaben bei angeblichen Minus 10 Grad die irgendwo im Netz auftauchen sind demnach "Sonderfälle" bzw. künstlich erzeugte "Momentaufnahmen" - ich bezeichne das als "In die eigne Tasche lügen"

Die Probleme im Winter bei Minusgraden haben ALLE 😉

Also auch Aiways - so wundert es mich nicht das hier Verbrauchsangaben von über 30 kwh bis auf unter 20kwh auftauchen, ohne die genauen Umstände zu wissen ist jede Verbrauchsdiskussion sinnlos.

Gruß

Dasepp

Hallo,

da ich seit ein paar Wochen einen e-tron fahre, muss ich hier doch etwas richtig stellen bzw. aus eigener Erfahrung kund tun. Der Akku besitzt beim 55-er eine Kapazität von 95 kWh brutto und 83,6 kWh netto. Das Modell mit dem kleineren Akku, also der 50-er, hat einen 71 kWh-Akku (brutto) an Bord.

Sicherlich kann man den e-tron mit 37 kWh im Durchschnitt fahren. Ich habe seit dem 15.12.20 und nach 2400 gefahrenen km im Durchschnitt 27,6 kWh verbraucht. Ok, mein Fahrstil ist eher defensiv ausgerichtet ohne jedoch ein Verkehrshindernis zu sein. Auch auf Langstrecke KA - BI und zumeist 130 km/h lag der Verbrauch an Silvester bei knapp über 29 kWh. Die Reichweite lag in diesem Fall allerdings nur bei knapp 250 km, während ich aktuell im "Normalbetrieb" bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf etwas mehr als 300 km komme. Bin schon gespannt, was der Frühling bringt.

In einem anderen thread habe ich gelesen, dass die Ladeleistung des U5 nicht annähernd bei 90 kWh liegt und dies aufgrund der winterlichen Temperaturen normal sei. Nunja, mein e-tron läd auch bei 0°C mit 150 kWh am HPC von EnBW.

Nichts für ungut, das musste aber raus. Allen U5-Fahrern dennoch allseits gute Fahrt.

Zitat von Krittel am 26. Januar 2021, 11:38 Uhr

Ich würde ebenfalls sagen, dass die %-Angabe passt, darauf kann man sich verlassen. Bei 100% wird offensichtlich immer die WLTP Reichweite angezeigt. Im weiteren Verlauf passt sich die Reichweite aber an bei 50% werden bei z.B. 150 km angezeigt, bei 20% 50 km...

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt muss man mit ca. 200 km Reichweite rechnen.

Genau! Bei diesen Temperaturen sind tatsächlich nur 200 km drin. Die Akkukapazitätsanzeige in Prozent ist nichts aussagend. Besser währe eine Umschaltung auf Kwh, wie in Teslas möglich. Habe bei einer Besprechung bei Aiways eine Anregung diesbezüglich kundgetan. Ebenso habe ich ein Vorschlag zur Km Restanzeige sollte von "Average" Anzeige abgeleitet werden. Hoffe die werden es so übernehmen, wenn die so gefragt haben.

@DKW

Das ist genau das was ich schon erwähnt hab - manche Laden mit Gewalt um die schnellsten zu sein, teilweise ohne den Akku darauf vorzubereiten sprich aufzuheizen und lassen sich das sogar noch gegen Aufpreis bezahlen, das muss man erst mal zu Ende denken !

Es wird hier eine vorzeitige Alterung "in vielen kleinen Raten" in Kauf genommen das Problem des daraus resultierenden höheren Kapazitätsverlust im Alter tritt ja später auf und ist uns ja egal denn es sind ja sowieso meist Leasingfahrzeuge, aber wir waren die schnellsten - ganz tolle Show 😉

In meinen Augen eine Frechheit !

Sorry das musste jetzt auch raus 🙂

Gruß

Dasepp

Zitat von dkw am 27. Januar 2021, 21:33 Uhr

Hallo,

da ich seit ein paar Wochen einen e-tron fahre, muss ich hier doch etwas richtig stellen bzw. aus eigener Erfahrung kund tun.

Ist ein toller Wagen, und wenn Leasing beziehungsweise Gewerbeleasing eine Option darstellt, dann mit Sicherheit sehr interessant! Für uns ist Leasing leider keine Option. Wenn der U5 150kw  schnellladen würde, würde ich das mitnehmen 😉 denn wir planen nicht so oft an einem Schnelllader zu stehen, sondern der U5 steht später an der heimischen Wallbox und soll so das Fahrprofil zu 99% abdecken. Ab und an 150 reinprügel wäre dann sicher nicht so schlimm.

Aubergine, Premium, MJ 21 Softwarestand: v. 1.6.1 Wallbox: Go-eCharger HOME+ 22kw